Der Autor

Horst Baubkus: Selbstbildnis

Horst Baubkus wurde 1939 als sechstes Kind einer Musikerfamilie in Königsberg (heute: Kaliningrad) geboren; seine Familie kam 1945 nach Altenburg in Thüringen. Nach Ausbildung und Tätigkeit in Landwirtschaft und Buchhandel leitete er 1982–2002 den Kirchlichen Kunstverlag in Dresden; lebt seit über 30 Jahren bei Pirna (Sachsen); bisher Veröffentlichungen u.a. im Kirchlicher Kunstverlag Dresden, bei der Evangelischen Verlagsanstalt Berlin und im St. Benno-Verlag Leipzig.

Der Kurzroman „… und führe mich“ wurde bei dem in Österreich veranstalteten» Wettbewerb für christliche Literatur« (Romane/1984) mit einem Förderpreis ausgezeichnet und wird 2012 als Hörbuch veröffentlicht (Sprecher Tom Hantschel).

 

 

 

 

»… und führe mich«

und führe mich

So erzählt Alexander mir (Horst Baubkus, dem Autor des Romans) von einem Schulheft. In das hatte Frieda wenige Sätze geschrieben. Sätze wie: „Gott ist groß oder warum hatte ich so ein schweres Leben.“

Mein Roman „… und führe mich“ (1984) bedenkt das, was von ihr erzählt wird und ihre Gedanken in dem Schulheft.

Tapfer und mit Fleiß aber unspektakulär bewältigt Frieda ihren Alltag. Größe bekommt ihr Dasein im Durchbrechen des örtlichen und kirchlichen Rahmens, in dem sie lebensgefährlich liebt, selbst im Krieg und in der Nachkriegszeit dazu steht. Hilfe und ungeahnte Kreativität lassen sie überleben.

Als Autor komme ich nicht umhin zu sagen, Friedas Glaube offenbart sich in ihrer Wirklichkeit als Kraftquelle und ermöglicht ihr eine große Liebe.

Ich danke Tom  Hantschel von den Landesbühnen Sachsen, der den Roman 28 Jahre nach seinem Erscheinen als Hörbuch zum Klingen bringt.

Horst Baubkus

»Poet des Namenlosen«

Horst Baubkus: Im Haus der Geschichten (2010)

Im dem Roman „Poet des Namenlosen – an der wilden Rose“ (2011) habe ich dieses Thema: „Gott als Kraftquelle“ an Hand der Romanfigur Josef Buskuba in meiner Weise durchdacht.

Die Theologie von Roland Faber „Gott als Poet der Welt“ (Anliegen und Perspektiven der Prozesstheologie  sowie von Kornelis Heiko Miskotte „Wenn die Götter schweigen“  bildet dabei den erkenntnistheoretischen  Hintergrund.

Josef Buskuba stellt sich vor einer Ausstellung die Frage, kann er sich mit seinen Bildern und seinem Text an die Öffentlichkeit wenden. Beim Nachdenken geschieht das Sonderbare. Aus dem Gefühl des Scheiterns in seinen Lebensdaten wird ein erfülltes Leben. Er erkennt: nach Alfred Whitehead, dem Begründer der Prozesstheologie, Zitat:

„Gott ist der ideale Begleiter. Er verwandelt das, was verloren war, in seiner eigenen Natur in ein lebendiges Geschehen. Er ist der Spiegel, der jedem Geschöpf seine eigene Größe enthüllt“.

In seinem Absetzungsprozess von kirchlich gewordener Gesetzlichkeit, geschieht Befreiung zu einem Glauben, der das JHWH als namenlosen Namen nach K:H: Miskotte übersetzt mit der Verbalform: „Ich bin“ oder „Ich werde sein“ als Kraftquelle erfährt. Er glaubt, das namenlos Heilige, wenn auch grundsätzlich unverfügbar,  geht mit den Irrtümern des Menschen mit. Gnade und Vergebung bekommen dadurch realen Inhalt.  In jedem  Geschehen bietet sich im freien Selbst die Möglichkeit eines neuen Anfangs. Dazu muss Josef Buskuba die tief in seinem Bewusstsein und in der Gesellschaft  geschichtlich gewordene Teilung der Welt in allen Lebensbereichen überwinden. Dabei wird Dasein für ihn zum Geschenk. So glaubt er seine Geschichte, dokumentiert in Poesie und Bildern, aber auch die der anderen aufgehoben und bewahrt.

Die Daten seines Lebenslaufes von 1939 bis 2009; ein Absetzungsprozess von Religion; Beziehungen, die berühren; aus  Unscheinbaren das Prägende filtern; Befunde und Poesie im realen Leben.

Horst Baubkus

Lyrik von Horst Baubkus

Ausstellung »Reflexion Regenbogen«

Zur Ausstellung „Reflexion Regenbogen“ 2011 von Horst Baubkus in Dresden wurde ein Katalog erstellt, der hier als PDF verfügbar ist.

 Weitere Bilder:

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